Naturheilpraxis

Dagmar Knöpfle

Heilpraktikerin

 

 

Besteht ein Zusammenhang zwischen Depressionen und Entzündungen?

 

Derzeit wird weltweit an medizinischen Instituten und Kliniken ein eventueller Zusammenhang zwischen Depressionen und Entzündungen erforscht.

Es wurde bereits nachgewiesen, dass Zytokine, das sind Entzündungsmarker, die von weißen Blutkörperchen freigesetzt werden, eine Depression oder depressive Verstimmungen auslösen können.

 

Bei Patienten, die Substanzen erhalten haben, die im Körper eine ca. 4 bis 6 Stunden anhaltende Entzündungsreaktion auslösen, wurden grippeähnliche Symptome und depressive Verstimmungen nachgewiesen. Diese Symptome haben im Krankheitsfall natürlich Sinn, denn der Patient soll sich Ruhe gönnen und auskurieren. Die Ausschüttung der Zytokine führt zu Erschöpfung, Müdigkeit, Antriebslosigkeit und sozialem Rückzug, bis der Patient wieder gesund ist.

 

Sind die Entzündungsmarker allerdings durch Ernährungsfehler oder chronische Entzündungen im Körper erhöht, kommt es zu einem Teufelskreis. Der leidende Patient ist sich der Quelle seiner Symptome nicht bewusst und nimmt eventuell sogar Antidepressiva, aber die Ursache der Depression wird nicht gefunden und behoben.   

 

Ernährungsfehler sind ein häufiger Auslöser von Entzündungen. Unser Immunsystem ist zu 70% im Darm lokalisiert. Hier ist der Ansturm potenzieller Feinde am höchsten, hier ist der Bedarf für Fresszellen und Antikörper am höchsten, hier kämpfen Immunzellen an vorderster Front gegen alles, was in den Körper einzudringen versucht: Giftstoffe, Krankheitserreger, unverdaute Proteine.

 

Beispielsweise führen die Weizenbestandteile Gluten und ATI im Darm schon vor der Verstoffwechslung (wenn überhaupt) zu einer starken Immunreaktion, die sich zu einer Darmentzündung ausweiten kann. Ein durchlässiger Darm (Leaky Gut Syndrom) wird durch diese Weizenbestandteile auch begünstigt, was wertvolle Ressourcen des Körpers auf sich zieht. Stoffe, die eigentlich ausgeschieden werden sollten, gelangen so aus dem durchlässigen Darm ins Blut und können zu Entzündungen im Körper führen. Sie stehen auch nach neuesten Studien im Verdacht, an Autoimmunkrankheiten wie Hashimoto oder Multipler Sklerose beteiligt zu sein.

Weitere Auslöser für unbemerkte Entzündungen im Körper sind Gifte, Viren, Bakterien, Alkohol, Nikotin oder auch Parasiten.

 

Es gibt seit einigen Jahren einen Streit unter Forschern über die Wirksamkeit von Antidepressiva. Kürzlich haben die großen Pharmahersteller sogar die diesbezügliche neuropsychiatrische Forschung und damit die Investitionen weitgehend eingestellt.

Ist dies ein Hinweis darauf, dass bei Depressionen eher anti-entzündliche Mittel helfen?

 

In der Naturheilkunde gibt es sehr wirksame anti-entzündliche Arzneien, die ich in meiner Praxis individuell für jeden Patienten austeste. Auch der Ursache der Depression oder depressiven Verstimmung gehe ich gemeinsam mit meinen Patienten auf den Grund. Eine Depression hat meist mehrere Auslöser wie Entzündungen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, chronische Erkrankungen, Konflikte, Hormonstörungen, Trauer, Verlusterlebnisse oder Stress.

 

Dagmar Knöpfle, Heilpraktikerin